Brandschutz und Löschwasserrückhaltung

Angriffswege zur Brandbekämpfung müssen so angelegt und gekennzeichnet sein, dass Entleerstellen mit Lösch- und Rettungsgeräten schnell und ungehindert erreicht werden können.

Bei Füll- und Entleerstellen für brennbare Flüssigkeiten sind Lage und Breite der Angriffswege zur Brandbekämpfung nach DIN 14 090 unter Berücksichtigung der örtlichen und betrieblichen Verhältnisse im Einvernehmen mit den für die Brandbekämpfung zuständigen Stellen festzulegen.

Bei erlaubnisbedürftigen Füllstellen muss ein aktueller Feuerwehrplan für bauliche Anlagen nach DIN 14 095 und eine Brandschutzordnung nach DIN 14 096 vorhanden sein.

Zur Bekämpfung von Entstehungsbränden sind Feuerlöschgeräte bereitzustellen. Auf die berufsgenossenschaftliche Richtlinie BGR 133 „Regeln für die Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern" wird verwiesen.

Auswahl der Brandschutzeinrichtungen

Die Brandschutzeinrichtungen sind nach Art und Umfang in Abhängigkeit der örtlichen und betrieblichen Verhältnisse, insbesondere der Füllrate und der Gefahrklasse der brennbaren Flüssigkeiten zu bestimmen.

Sie sind durch geeignete Einrichtungen zur Brandmeldung an die zuständige Feuerwehr, z. B. durch Feuermelder, zu ergänzen. Im Übrigen muss der Brandschutz so organisiert sein, dass allen Gefahren wirksam begegnet werden kann.

Brandschutzeinrichtungen dürfen je nach den örtlichen und betrieblichen Verhältnissen ortsfest, ortsbeweglich oder teilbeweglich sein.

Teilbeweglichen Feuerlöschanlagen sind u. a. mobile Löschfahrzeuge bzw. -geräte, die hinsichtlich Löschmittelrate und Löschmittelbevorratung sowie Alarmierungskonzept und Eingreifzeit ortsfesten  Feuerlöschanlagen entsprechen.

Als Löschmittel kommen insbesondere in Betracht: Schaum, Kohlendioxid, Löschpulver und Wasser.

Kohlendioxid oder Löschpulver darf unter Druck in explosionsfähige Atmosphäre (z. B. zum Inertisieren oder zum Erproben der Löschanlage) nur eingeleitet werden, wenn besondere Schutzmaßnahmen getroffen sind; auf die berufsgenossenschaftliche Regel für die Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen BGR 132 wird hingewiesen.

Löschwasserrückhaltung

Bei Füll- und Entleerstellen ist die Notwendigkeit einer Löschwasserrückhaltung im Einzelfall unter Beteiligung der für den Brandschutz zuständigen Stelle zu prüfen und ggf. das Rückhaltevolumen festzulegen.

Einrichtungen zur Löschwasserrückhaltung sind z. B. nicht erforderlich, wenn der zu erwartende Anfall an Löschwasser und an brennbaren Flüssigkeiten im Brandfall so gering ist, dass er mit den vorhandenen Rückhalteeinrichtungen aufgenommen werden kann.

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